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Cashflow-Rechner Immobilien: Monatlicher Cash-Flow für Kapitalanleger

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Was ist der Cashflow einer Immobilie?

Der Cashflow ist der monatliche Überschuss oder das Defizit, das nach Abzug aller Kosten von der Mieteinnahme übrigbleibt: Kreditrate, Hausgeld, Instandhaltungsrücklage und Verwaltungskosten. Ein positiver Cashflow bedeutet, dass die Immobilie sich selbst trägt und darüber hinaus monatlich Liquidität generiert.

Mietrendite und Eigenkapitalrendite beschreiben die langfristige Wirtschaftlichkeit einer Immobilie — doch im Alltag entscheidet eine andere Zahl darüber, ob eine Kapitalanlage tragbar ist: der monatliche Cashflow. Er zeigt, was von der Miete übrigbleibt, nachdem alle Kosten bezahlt sind — oder wie viel Sie jeden Monat aus eigener Tasche drauflegen.

Cashflow-Rechner

Steuerlicher Hinweis: Unverbindliche Orientierung, ohne Gewähr – ersetzt keine Steuerberatung.

Was der Cashflow-Rechner zeigt

Der Cashflow ist die einfachste und direkteste Kenngröße für Kapitalanleger:

Cashflow = Kaltmiete − Kreditrate − Hausgeld − Instandhaltung − Verwaltung

Ein positiver Cashflow bedeutet: Die Immobilie wirft monatlich Liquidität ab — der Mieter zahlt mehr, als das Objekt kostet. Ein negativer Cashflow bedeutet: Sie legen monatlich einen Eigenanteil dazu. Beides kann wirtschaftlich sinnvoll sein — es kommt auf die Relation zum langfristigen Vermögensaufbau an.

Der Rechner gibt Ihnen diese Zahl sofort — ohne Jahreshochrechnungen, ohne Annahmen zur Preisentwicklung, ohne Steuereffekte. Nur die harten monatlichen Zahlen.

Positiver Cashflow: möglich, aber in Dresden nicht selbstverständlich

In sehr guten Dresdner Lagen (Blasewitz, Neustadt, Striesen) mit Kaufpreisfaktoren von 22–25x und aktuellen Zinsen von 3,5–4 % ist ein positiver Cashflow bei marktüblicher Finanzierung (20–25 % Eigenkapital) in der Regel nicht erreichbar. Die Kreditrate übersteigt die Mieteinnahmen.

In mittleren und Randlagen (Löbtau, Pieschen, Gorbitz, Prohlis) mit Faktoren von 14–18x sieht es anders aus: Hier können bei ausreichend Eigenkapital und moderatem Hausgeld Cashflows von +50 bis +300 € pro Monat entstehen.

Als Orientierung:

Kaufpreisfaktor Finanzierung (25 % EK, 3,75 % Zins + 2 % Tilgung) Typischer Cashflow
15x (Randlage) Rate ca. 5,6 % des KP p. a. oft positiv
18x (mittlere Lage) Rate ca. 5,6 % des KP p. a. knapp um null
22x (gute Lage) Rate ca. 5,6 % des KP p. a. negativ (−100 bis −400 €)
25x (sehr gute Lage) Rate ca. 5,6 % des KP p. a. deutlich negativ

Negativer Cashflow: Wann er trotzdem akzeptabel ist

Viele erfolgreiche Dresdner Immobilieninvestoren tragen monatlich einen Eigenanteil von 100–300 €. Das klingt nach Verlust — ist aber eine andere Art zu rechnen:

  • Die Tilgung ist kein Verlust, sondern Vermögensaufbau: Jeder Euro Tilgung erhöht Ihren Eigenkapitalanteil.
  • Die Wertsteigerung (historisch in Dresden 2–5 % p. a.) übertrifft den Eigenanteil in vielen Jahren.
  • Steuerlich sind Zinskosten, Abschreibung (AfA 2 % p. a. beim Gebäudeanteil) und Verwaltungskosten als Werbungskosten absetzbar — was den tatsächlichen Eigenanteil nach Steuer senkt.

Die entscheidende Frage ist nicht „Ist der Cashflow positiv?", sondern: „Ist der monatliche Eigenanteil dauerhaft tragbar — und rechtfertigt der Vermögensaufbau diesen Beitrag?"

Was in die Berechnung gehört

Für eine realistische Cashflow-Berechnung zählen folgende monatliche Positionen:

Einnahmen:

  • Kaltmiete (Nettokaltmiete ohne Nebenkosten)

Kosten:

  • Kreditrate (Annuität aus Zins + Tilgung) — der größte Einzelposten
  • Nicht umlegbares Hausgeld bei ETW: Der Teil des Hausgeldes, der nicht auf den Mieter umgelegt werden kann (Instandhaltungsrücklage des WEG, Verwaltervergütung des WEG-Verwalters)
  • Instandhaltungsrücklage (eigene Rücklage für das Objekt, zusätzlich zur WEG-Rücklage): Faustformel 1 €/m² Wohnfläche pro Monat
  • Eigene Verwaltungskosten: Falls Sie einen Hausverwalter beauftragen (typisch 4–8 % der Nettokaltmiete)

Nicht in den Cashflow-Rechner gehören: Steuereffekte, Abschreibung, Einmalkosten für Renovierungen — diese beeinflussen die Gesamtrentabilität, nicht den laufenden Cashflow. Für den Blick auf den Kaufpreisfaktor und die Bruttomietrendite steht ein separater Rechner bereit.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Cashflow einer Immobilie?
Der Cashflow ist der monatliche Überschuss (oder das Defizit), der nach Abzug aller Kosten von der Mieteinnahme übrigbleibt: Kreditrate, Hausgeld, Instandhaltungsrücklage und Verwaltungskosten. Ein positiver Cashflow bedeutet, dass die Immobilie sich selbst trägt — und darüber hinaus monatlich Liquidität generiert.
Ist ein negativer Cashflow schlecht?
Nicht zwingend. Viele Kapitalanleger akzeptieren einen negativen monatlichen Cashflow von 100–400 €, weil der langfristige Vermögensaufbau durch Tilgung und Wertsteigerung diesen Eigenanteil überwiegt. Entscheidend ist, ob der Eigenanteil dauerhaft tragbar ist und ob sich die Miete künftig erhöhen lässt.
Was gehört in die monatlichen Kosten einer Kapitalanlage?
Mindestens: Kreditrate (Zins + Tilgung), nicht umlegbares Hausgeld (Verwaltung, Instandhaltungsrücklage des WEG oder des Gebäudes), eigene Verwaltungskosten falls Sie einen Verwalter beauftragen. Nicht vergessen: die Instandhaltungsrücklage für das Objekt selbst — Faustformel 1 €/m²/Monat.
Wie hoch ist die Instandhaltungsrücklage für ein MFH in Dresden?
Als Faustformel gilt 1 €/m² Wohnfläche pro Monat für Objekte bis Baujahr 1990, 0,70–0,80 € für jüngere Bauten. Bei einem MFH mit 500 m² Wohnfläche bedeutet das 500 € pro Monat, die nicht für laufende Ausgaben, sondern gezielt für Reparaturen und Modernisierungen zurückgelegt werden sollten.
Wann ist ein Cashflow in Dresden realistisch positiv?
In der Regel dann, wenn die Bruttorendite des Objekts deutlich über dem Finanzierungszins liegt — also typischerweise bei Faktor unter 18–19x in Randlagen und bei Eigenkapitalanteil von mindestens 25–30 %. In sehr guten Dresdner Lagen mit Faktoren über 22x ist ein positiver Cashflow bei marktüblicher Finanzierung selten.
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