Was macht ein Immobilienmakler beim Verkauf konkret?
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Checkliste: 10 Fragen an Ihren Makler
Wer in Dresden eine Immobilie verkaufen will, steht früher oder später vor der Frage: Brauche ich einen Makler, und wenn ja — welchen? Die Antwort hängt vom Objekt, der Lage und der eigenen Zeit ab. Aber die Wahl des richtigen Maklers ist in jedem Fall eine Entscheidung, die den Verkaufspreis direkt beeinflusst.
Was zeichnet einen guten Immobilienmakler in Dresden aus?
Dresden ist kein homogener Markt. Blasewitz ist nicht Leuben, und ein Makler der in Pieschen erfolgreich verkauft, muss das nicht im Elbhang sein. Lokalkenntnisse bedeuten: Der Makler kennt aktuelle Verkaufspreise in Ihrem Stadtteil — nicht aus dem letzten Jahresbericht, sondern aus eigenen aktuellen Transaktionen. Er kennt die Käufergruppen, die für Ihr Objekt in Frage kommen, und er hat ein aktives Netzwerk in Ihrem Segment.
Nachweisbare Ergebnisse: Ein guter Makler kann Ihnen sagen, wie viele vergleichbare Objekte er in den letzten 12 Monaten in Ihrer Preisklasse und Lage vermittelt hat. Wenn diese Frage ausweichend beantwortet wird, ist das ein Warnsignal.
Realistische Bewertung: Makler die mit überhöhten Preisversprechen werben, um den Auftrag zu gewinnen — und später nach 3 Monaten Standzeit eine Preissenkung empfehlen — sind für Verkäufer teuer. Ein seriöser Makler erklärt seine Preiseinschätzung mit Vergleichsobjekten, nicht mit Wunschdenken.
Transparenz beim Prozess: Wie oft bekommen Sie Rückmeldung nach Besichtigungen? Wie wird die Käuferbonität geprüft? Wer führt die Preisverhandlung? Diese Fragen klären die Zusammenarbeit vor dem Auftrag — nicht während des Verkaufs.
Woran erkennt man seriöse Immobilienmakler?
IHK-Zulassung und §34c-Erlaubnis: Jeder gewerblich tätige Immobilienmakler in Deutschland benötigt eine Erlaubnis nach §34c GewO. Diese Zulassung kann beim zuständigen Gewerbeamt geprüft werden. Fehlende Zulassung ist ein klares Ausschlusskriterium.
Mitgliedschaft in Berufsverbänden: Makler im IVD (Immobilienverband Deutschland) oder RDM sind an Standesregeln und Fortbildungspflichten gebunden. Das ist keine Garantie, aber ein Qualitätsmerkmal.
Referenzen in Ihrem Segment: Bitten Sie um konkrete Referenzen — Objekte die der Makler in Ihrer Lage und Ihrem Preissegment verkauft hat. Seriöse Makler stellen das ohne Zögern zur Verfügung.
Erstkontakt kostenlos: Eine erste Einschätzung zum Wert Ihrer Immobilie sollte ohne Kosten oder Verpflichtung möglich sein. Wer sofort auf die Unterschrift drängt oder eine Aufwandspauschale für die Erstbegehung berechnet, ist mit Vorsicht zu genießen.
Was kostet ein Makler in Dresden?
In Sachsen liegt die übliche Gesamtmaklerprovision bei 7,14 % des Kaufpreises (inkl. MwSt.). Seit 2020 gilt das Bestellerprinzip: Beauftragen Sie als Verkäufer den Makler, zahlen Sie mindestens die Hälfte — also 3,57 %. Der Käufer zahlt die andere Hälfte.
Konkret: Bei einem Haus für 600.000 € zahlen Sie als Verkäufer ca. 21.420 € Provision. Das klingt viel — aber ein Makler der 5 % mehr erzielt (also 30.000 €) mehr als deckt seine Provision durch den Mehrerlös.
Detaillierte Informationen zur Provision und wann sie anfällt finden Sie unter Maklerprovision in Sachsen.
Fragen, die Sie einem Makler stellen sollten
Bevor Sie einen Maklervertrag unterschreiben, klären Sie diese Punkte:
- Wie viele vergleichbare Objekte haben Sie in den letzten 12 Monaten in meiner Lage verkauft? — Lokalkenntnisse beweisen sich durch Transaktionen, nicht durch Bürostandort.
- Auf welcher Basis haben Sie den Preis kalkuliert? — Fordern Sie die Vergleichsobjekte, nicht nur eine Zahl.
- Wie lange ist die durchschnittliche Vermarktungsdauer Ihrer Objekte? — Aussagekräftiger als jede Erfolgsquote.
- Wer führt die Besichtigungen? — Nicht immer ist der Makler der die Bewertung gemacht hat auch bei den Besichtigungen dabei.
- Wie und wie oft informieren Sie mich über den Stand der Vermarktung? — Regelmäßige Rückmeldungen sind Standard bei guten Maklern.
- Was passiert wenn das Objekt nach 3 Monaten nicht verkauft ist? — Die Antwort verrät viel über Strategie und Preisdisziplin.
Privatverkauf oder Makler — wann lohnt sich was?
Ein Privatverkauf spart die Provision — aber er kostet Zeit, Fachwissen und Nerven. Käufer die wissen, dass kein Makler involviert ist, verhandeln aggressiver. Die Unterlagen, die für einen reibungslosen Notartermin nötig sind, müssen selbst zusammengestellt werden. Und die Preisfindung ohne Marktkenntnis führt häufig dazu, dass entweder zu viel verschenkt wird oder der Preis zu hoch angesetzt ist und sich der Verkauf zieht.
Eine ehrliche Gegenüberstellung beider Wege — mit konkreten Zahlen — finden Sie unter Privatverkauf oder Makler?.
Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Immobilie in Dresden wert ist, können Sie das zunächst anonym und kostenlos über unseren Immobilienwert-Rechner ermitteln. Im nächsten Schritt sprechen Sie dann mit einem Makler, der die Einschätzung mit Ortskenntnis schärft.
Wenn Sie konkret wissen möchten, wie ich Ihren Verkauf in Dresden angehen würde — nehmen Sie Kontakt auf. Die erste Einschätzung ist kostenlos und unverbindlich.
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