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Immobilien in Bischofswerda verkaufen

Bischofswerda liegt 31,8 Kilometer östlich der Dresdner Innenstadt im Landkreis Bautzen, an der Bahnstrecke nach Görlitz und am Übergang von der Lausitz zum Oberlausitzer Bergland. Mit 10.735 Einwohnern ist die Stadt die zweitgrößte in meinem nordöstlichen Einzugsgebiet und zugleich die mit dem niedrigsten Preisniveau. Für Eigentümer ist das keine schlechte Nachricht, sondern eine Frage der Vorbereitung.

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Wie ist der Immobilienmarkt in Bischofswerda einzuschätzen?

Bischofswerda ist der günstigste größere Markt im nordöstlichen Ring um Dresden: Häuser liegen zwischen 1.400 und 2.000 Euro je Quadratmeter. Der Leerstand von 7,5 Prozent ist der höchste unter den Städten dieser Größe im Einzugsgebiet und konzentriert sich auf die Kernstadt, die mit 1.422 Wohngebäuden und 7.965 Einwohnern den Löwenanteil der Stadt trägt. In den acht Ortsteilen sieht der Markt anders aus.

Lageprofil: Klassizistischer Kern und acht Dörfer

Die Kernstadt trägt 7.965 der 10.735 Einwohner und 1.422 der 2.314 Wohngebäude. Ihr Erscheinungsbild geht auf den Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1813 zurück, entsprechend geschlossen und regelmäßig ist die Bebauung um den Altmarkt. Der Vorkriegsanteil liegt stadtweit bei 54 Prozent.

Die acht Ortsteile decken das Umland ab: Großdrebnitz mit 837 Einwohnern, Geißmannsdorf mit 529, Schönbrunn mit 391, Goldbach mit 385, Belmsdorf mit 327, Weickersdorf mit 265 sowie die sehr kleinen Orte Kynitzsch und Neu-Schönbrunn. Zusammen tragen sie rund 900 Wohngebäude bei einer Bevölkerung von gut 2.700 Menschen, also ein Verhältnis von drei Einwohnern je Gebäude gegenüber 5,6 im Kern.

Was ich hier beobachte: Die Stadt wird über ihren Leerstand definiert, und das ist zu grob. 7,5 Prozent sind ein Stadtwert, kein Ortswert. Ein Haus in Geißmannsdorf oder Belmsdorf steht in einem Markt, den diese Zahl nicht beschreibt. Umgekehrt gilt: Wer in der Kernstadt ein Mehrfamilienhaus hält, muss die Zahl ernst nehmen, weil sein Käufer es tut.

Marktdaten: Preisspannen im Bischofswerdaer Raum

Eigentumswohnungen1.200–1.800 €/m²
Häuser1.400–2.000 €/m²
Baugrundstücke55–120 €/m²
MehrfamilienhäuserKaufpreisfaktor 10–13 (bei belegter Vermietung)

Das ist die Preiszone Bischofswerda, Stand 2026, und sie liegt spürbar unter Pulsnitz und Kamenz. Bei einem Haus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche ergibt das 196.000 bis 280.000 Euro für das Gebäude. Der Bodenwert von 55 bis 120 Euro je Quadratmeter ist der niedrigste in meinem Einzugsgebiet, was große Grundstücke rechnerisch weniger wert macht, sie im Verkauf aber nicht unattraktiv.

Die Eigentümerquote von 60,5 Prozent ist die niedrigste unter den hier betrachteten Städten, entsprechend groß ist der Mietwohnungsbestand. Von 5.694 Privathaushalten wohnen knapp 40 Prozent zur Miete. Für Verkäufer von Eigentumswohnungen heißt das: Selbstnutzer sind die verlässlichere Zielgruppe, weil ein Anleger bei 7,5 Prozent Leerstand konservativ rechnet.

Typische Immobilien in Bischofswerda

Klassizistische Stadthäuser im Kern.

Der prägende Bestand der Innenstadt, aus dem Wiederaufbau nach 1813 und den Jahrzehnten danach. Bei diesen Objekten entscheidet der Sanierungsstand fast alles, und die Bandbreite ist entsprechend groß.

Ländliche Wohnhäuser und Hofstellen in den Ortsteilen.

In Großdrebnitz, Geißmannsdorf und Schönbrunn das Standardobjekt: Haus mit Nebengebäude, Grundstück deutlich über 1.000 Quadratmetern, häufig Vorkriegssubstanz.

Geschosswohnungsbau der DDR-Zeit.

In der Kernstadt vorhanden und beim Verkauf von Eigentumswohnungen der Bezugsrahmen. Die Spanne von 1.200 bis 1.800 Euro je Quadratmeter bildet vor allem den Zustand von Bad, Heizung und Fenstern ab.

Kleine Mehrfamilienhäuser.

Mit Faktoren von 10 bis 13 rechnerisch interessant. Ihre Verkäuflichkeit hängt vollständig an der Mieterliste.

Wer kauft in Bischofswerda?

Regionale Selbstnutzer.

Die tragende Gruppe. Familien aus Bischofswerda, Bautzen und dem Umland, für die Preisniveau und Nahversorgung zählen. Sie finanzieren meist und prüfen den Zustand entsprechend.

Bahnpendler.

Eine Besonderheit dieser Stadt: Die Lage an der Strecke Dresden nach Görlitz macht Pendeln ohne Auto möglich. Für Käufer, die das nutzen, ist Bischofswerda gegenüber den umliegenden Dörfern klar im Vorteil.

Käufer mit begrenztem Budget.

Bei Häusern ab 1.400 Euro je Quadratmeter ist Bischofswerda für Menschen erreichbar, die in Radeberg oder Pulsnitz nicht zum Zug kommen. Diese Gruppe ist preisempfindlich und reagiert scharf auf unklaren Sanierungsbedarf.

Anleger mit Regionalkenntnis.

Sie kaufen bei Faktoren um zwölf, aber nur mit belegter Vermietung. Ortsfremde Anleger, die nur auf die Rendite schauen, springen bei der Leerstandsquote wieder ab.

Bischofswerda im Vergleich

Gegenüber Pulsnitz, sieben Kilometer näher an Dresden, liegt Bischofswerda beim Häuserpreis rund 300 Euro je Quadratmeter tiefer und beim Leerstand mit 7,5 gegen 4 Prozent höher. Pulsnitz hat den älteren Bestand, Bischofswerda den größeren Mietwohnungsanteil. Wer Substanz sucht, findet sie in Pulsnitz, wer Preis sucht, hier.

Gegenüber Kamenz ist die Struktur ähnlich, das Preisniveau in Bischofswerda aber niedriger. Beide Städte teilen das Muster einer Kernstadt mit Leerstand und Ortsteilen ohne. Eine Übersicht aller Umlandorte bietet die Regionsseite.

Wenn Sie in Bischofswerda ein Haus verkaufen wollen, finden Sie Werttreiber, Käufergruppen und Ablauf unter Haus verkaufen in Bischofswerda. Eine erste Größenordnung gibt der Immobilienwert-Rechner.

Was kostet eine Immobilie in Bischofswerda?

Zur groben Orientierung — der konkrete Wert hängt immer vom Einzelobjekt ab. Aktuelle Marktspannen:

Eigentumswohnungen (Bestand)
1.200–1.800 €/m²je nach Lage & Zustand
Einfamilienhäuser
1.400–2.000 €/m²je nach Lage & Zustand
Baugrundstücke
55–120 €/m²je nach Lage & Zustand
Mehrfamilienhäuser (Kaufpreisfaktor)
10–13
Maklerprovision
je 3,57 %Käufer & Verkäufer, inkl. MwSt.

Stand: 2026 · Quelle: Inhaber-kalibrierte Marktdaten auf Basis aktueller PDF-Marktreports · Preiszone Bischofswerda

Wie ist der Immobilienbestand in Bischofswerda strukturiert?

Wer in einer Gemeinde verkauft, verkauft immer in einen konkreten Bestand hinein. Diese Zahlen beschreiben ihn — amtlich erhoben, nicht geschätzt:

Einwohner
10.735
Privathaushalte
5.694
Wohngebäude
2.314
Selbstgenutztes Wohneigentum
60,5 %Anteil an allen Wohneinheiten
Leerstandsquote
7,5 %
Bestand vor 1949 errichtet
54,0 %Sanierungsbedarf und Denkmalthemen
Entfernung nach Dresden
31,8 kmLuftlinie ab Stadtzentrum
Landkreis
Bautzen

Stand: Zensus 2022 · Quelle: Zensus 2022, Gebäude- und Wohnungszählung (Statistisches Bundesamt)

Immobilienmakler in Bischofswerda

Wer hier verkauft, welche Preise erzielt werden und wie der Ablauf aussieht.

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Orte in der Nachbarschaft von Bischofswerda

Der Käuferkreis endet nicht an der Gemeindegrenze. Wer hier sucht, schaut sich in aller Regel auch diese Orte an:

Alle Orte im Dresdner Umland

Wie schneidet Bischofswerda im Vergleich ab?

Preisniveau, Eigentümerquote, Entfernung und Bausubstanz aller Gemeinden im 40-Kilometer-Ring um Dresden — im direkten Vergleich.

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Häufig gestellte Fragen

Warum liegt das Preisniveau in Bischofswerda unter dem der Nachbarstädte?
Wegen der Entfernung und wegen des Leerstands. Mit 31,8 Kilometern Luftlinie zur Dresdner Innenstadt liegt Bischofswerda außerhalb der Zone, in der Dresdner Nachfrage die Preise trägt, und mit 7,5 Prozent Leerstand gibt es hier mehr Auswahl als in Pulsnitz mit 4 Prozent. Beides zusammen ergibt eine Preiszone von 1.400 bis 2.000 Euro für Häuser, rund 300 Euro unter Pulsnitz.
Welche Ortsteile gehören zu Bischofswerda und wie stehen sie da?
Acht Ortsteile, von Großdrebnitz mit 837 Einwohnern und 199 Wohngebäuden über Geißmannsdorf mit 529 und Schönbrunn mit 391 bis zu Kynitzsch mit 23 Einwohnern. Diese Orte sind Eigentümerdörfer mit deutlich kleinteiligerer Struktur als der Kern. Wer dort verkauft, hat eine andere Ausgangslage als in der Innenstadt, und die städtische Leerstandsquote gilt für ihn nicht.
Wie wirkt sich die Bahnanbindung auf den Immobilienmarkt in Bischofswerda aus?
Sie ist das stärkste Argument der Stadt gegenüber dem Umland. Bischofswerda liegt an der Hauptbahn Dresden nach Görlitz und ist damit ohne Umstieg mit der Landeshauptstadt und mit Bautzen verbunden. Für Käufer ohne Auto oder mit langer Pendelstrecke ist das ein realer Vorteil, den benachbarte Landgemeinden nicht bieten. Im Preis schlägt er sich bislang wenig nieder, in der Vermarktungsdauer schon.
Lohnt sich der Kauf oder Verkauf eines Mehrfamilienhauses in Bischofswerda?
Rechnerisch ja, praktisch mit Vorbehalt. Der Kaufpreisfaktor liegt bei 10 bis 13, das ist niedrig und damit renditefreundlich. Bei 7,5 Prozent Leerstand in der Stadt und einer Eigentümerquote von nur 60,5 Prozent entscheidet allerdings die tatsächliche Vermietung über den Preis. Ein vollvermietetes Objekt mit belastbaren Verträgen findet Käufer, ein teilleeres wird als Sanierungsfall bewertet.
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