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Immobilienfinanzierung berechnen – Rate und Zinslast ermitteln

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Wie berechnet sich die monatliche Rate bei einem Immobiliendarlehen?

Die Rate (Annuität) ergibt sich aus Darlehenssumme multipliziert mit der Summe aus Zins- und Tilgungssatz, geteilt durch 12. Beispiel: 240.000 € Darlehen, 3,5 % Zins, 2 % Tilgung ergibt (240.000 × 5,5 %) / 12 = 1.100 € monatlich. Die Rate bleibt während der Zinsbindung konstant; der Tilgungsanteil steigt mit der Zeit, während der Zinsanteil sinkt.

Bevor Sie eine Finanzierungsentscheidung treffen, sollten drei Zahlen klar sein: Wie hoch ist die monatliche Rate? Wie lange laufe ich? Und was kostet mich das Darlehen insgesamt? Mit dem Rechner unten lassen sich alle drei Fragen in Sekunden beantworten — auf Basis von Darlehenssumme, Nominalzins und anfänglichem Tilgungssatz.

Finanzierungsrechner

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Vergleich: 1 %, 2 % oder 3 % Tilgung

Für Ihre Eingabe oben — die Zeile Ihres aktuellen Tilgungssatzes ist markiert.

TilgungMonatliche RateLaufzeitGesamtzinslast
1 %900 €ca. 43 J.225.300 €
2 %1.100 €ca. 29 J.142.800 €
3 %1.300 €ca. 22 J.105.800 €

Steuerlicher Hinweis: Unverbindliche Orientierung, ohne Gewähr – ersetzt keine Steuerberatung.

Zinssatz vs. Tilgungssatz – was macht den Unterschied?

Viele Käufer konzentrieren sich auf den Zinssatz — dabei ist der Tilgungssatz mindestens genauso entscheidend für die Gesamtkosten der Finanzierung. Die Vergleichstabelle im Rechner oben zeigt für Ihre Darlehenssumme live, wie sich 1 %, 2 % und 3 % anfängliche Tilgung auf Rate, Laufzeit und Gesamtzinslast auswirken.

Ein Beispiel bei 240.000 € Darlehen und 3,5 % Zins: Bei 1 % anfänglicher Tilgung beträgt die Rate 900 € bei rund 43 Jahren Laufzeit und ca. 225.000 € Gesamtzinsen; bei 2 % sind es 1.100 € bei rund 29 Jahren und ca. 142.000 €; bei 3 % dann 1.300 € bei rund 22 Jahren und ca. 105.000 €. Der Sprung von 1 % auf 3 % Tilgung kostet also rund 400 € mehr im Monat — spart aber rund 120.000 € an Zinsen über die gesamte Laufzeit. Die höhere Tilgung zahlt sich in fast jedem Fall aus, sofern die Liquidität es erlaubt.

Wie lange zahle ich?

Die Laufzeit eines Annuitätendarlehens lässt sich exakt berechnen — und überrascht oft. Bei nur 1 % anfänglicher Tilgung und 3,5 % Zins dauert die vollständige Rückzahlung rund 43 Jahre. Das ist kein Finanzierungsfehler, sondern Mathematik: In den ersten Jahren geht der Großteil der Rate in Zinsen, nur ein kleiner Teil tilgt das Darlehen. Erst wenn die Restschuld spürbar gesunken ist, beginnt der Tilgungsanteil zu dominieren.

Warum dauert es so lange? Die Laufzeit hängt vom Verhältnis von Zins zu Tilgung ab: Je näher die anfängliche Tilgung am Zinssatz liegt, desto länger läuft der Kredit. Bei 3,5 % Zins bedeuten 1 % Tilgung rund 43 Jahre, 2 % Tilgung rund 29 Jahre und 3 % Tilgung nur noch rund 22 Jahre. Eine verlässliche Zahl liefert allerdings nur die genaue Berechnung mit dem Rechner oben — einfache Prozent-Faustformeln unterschätzen die Laufzeit, weil sie den Zinseszins ignorieren.

Wann lohnt sich eine höhere Tilgung?

Fast immer — wenn die Liquidität es zulässt. Drei Argumente:

  1. Zinslastsenkung: Jeder Euro, der früher zurückgezahlt wird, zahlt in Zukunft keine Zinsen mehr. Bei 3,5 % Zins spart jeder extra-getilgte Euro über 20 Jahre rund 1 € Zinsen.
  2. Zinsänderungsrisiko reduzieren: Je höher die anfängliche Tilgung, desto weniger Restschuld bleibt, wenn die Zinsbindung ausläuft. Bei stark gestiegenen Zinsen kann eine hohe Restschuld zur Belastung werden.
  3. Psychologische Komponente: Wer eine absehbare Laufzeit hat (z. B. Renteneintritt schuldenfrei), kann die Finanzierung entspannter tragen als jemand mit einer offenen 40-Jahres-Laufzeit.

Für Kapitalanleger gilt ein Zusatzaspekt: Eine niedrigere Tilgung erhält mehr Liquidität für weitere Investitionen. Ob das sinnvoll ist, hängt davon ab, ob die erwartete Rendite weiterer Investitionen über dem Finanzierungszins liegt — die Grenzbetrachtung hierzu zeigt der Eigenkapitalrendite-Rechner.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie berechnet sich die monatliche Rate bei einem Immobiliendarlehen?
Die Rate (Annuität) ergibt sich aus Darlehenssumme multipliziert mit der Summe aus Zins- und Tilgungssatz, geteilt durch 12. Beispiel: 240.000 € Darlehen, 3,5 % Zins, 2 % Tilgung → (240.000 × 5,5 %) / 12 = 1.100 € monatlich. Die Rate bleibt während der Zinsbindung konstant; der Tilgungsanteil steigt mit der Zeit, während der Zinsanteil sinkt.
Was ist der Unterschied zwischen Zinssatz und Tilgungssatz?
Der Zinssatz ist der Preis für das geliehene Geld — er bestimmt den Zinsanteil der Rate. Der Tilgungssatz ist die anfängliche Rückzahlungsquote — er bestimmt, wie schnell das Darlehen getilgt wird. Beide zusammen ergeben den Annuitätensatz, aus dem sich die monatliche Rate berechnet. Der effektive Tilgungsatz steigt automatisch mit der Zeit, weil die Restschuld sinkt.
Wie wirkt sich eine höhere Tilgung auf die Laufzeit aus?
Signifikant. Bei 3,5 % Zins und 1 % anfänglicher Tilgung dauert ein Darlehen ca. 43 Jahre; bei 3 % Tilgung sind es nur noch ca. 22 Jahre. Wer also die Tilgung von 1 % auf 3 % erhöht, zahlt monatlich mehr, spart aber rund 21 Tilgungsjahre und eine enorme Summe an Zinsen.
Was ist die Zinsbindungsfrist?
Die Zinsbindungsfrist (meist 5–20 Jahre) legt fest, für wie lange der vereinbarte Zinssatz gilt. Nach Ablauf muss das verbleibende Darlehen zu dann gültigen Marktzinsen weiterfinanziert werden (Anschlussfinanzierung). Bei steigenden Zinsen kann das die Rate erheblich erhöhen — daher lohnen sich längere Zinsbindungen in Niedrigzinsphasen.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilienfinanzierung in Dresden?
Als Faustregel: mindestens 20 % Eigenkapital, um günstige Konditionen zu erhalten und die Kaufnebenkosten zu decken. In Dresden liegen die Kaufnebenkosten je nach Maklereinbindung bei 7–10 % des Kaufpreises. Wer 30 % Eigenkapital einsetzt, profitiert von deutlich niedrigeren Zinssätzen und einer kürzeren Laufzeit.
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